Ausflug nach Castries

Nachdem wir am Wochenende nur gechillt haben, da mal wieder komplette Ausgangssperre am Sonntag war, planen wir für heute einen Ausflug in die Hauptstadt Castries, welche etwa 10 km von Rodney Bay entfernt ist. Aber zuerst geht es mal wieder in den Hafen wo unser Boot liegt. Es soll nämlich morgen aus dem Wasser geholt werden und wir möchten natürlich gerne live dabei sein. Wir machen einen Termin für 9 Uhr am nächsten Morgen, damit wir mit LUWINA in die Werft fahren können. Wir sind schon sehr gespannt, da wir noch nie gesehen haben, wie ein Boot aus dem Wasser gehoben wird.  Bei Sixt erkundigen wir uns nach  den Preisen eines Leihwagens, aber ich weiß gar nicht ob ich hier selber fahren möchte. Es ist Linksverkehr und alles sehr abenteuerlich.

Doch heute fahren wir zum ersten Mal mit dem Minibus, er kostet umgerechnet einen Euro und man sagt dem Fahrer wo man aussteigen möchte. Der Fahrer hört allerdings laute Musik und fährt als wäre er auf der Flucht. Wir sind natürlich alle nicht angeschnallt. An der Endstation verlassen wir den Fluchtwagen und stürzen uns ins pralle Leben, bis wir darauf hingewiesen werden doch eine andere Richtung einzuschlagen, da dieses Viertel nicht so safe ist. Zuerst haben wir gedacht das ist ein Taxifahrer, aber das hat er verneint, er wolle uns nur warnen. Auf dem Jeremy-market kaufen wir noch einige Sachen ein, er war im Reiseführer als sehr schön bezeichnet, aber auch hier sind nicht alle Stände auf und die Auswahl ist auch nicht so umfangreich. Die Lebensmittel sehen gut aus, aber jeder Stand hat fast das gleiche Angebot. Unter anderem probieren wir eine Soursop, auch Stachelannone genannt. Sie schmeckt sehr lecker und wir nehmen sie mit. Eigentlich sind wir auf der Suche nach einer Zucchini, aber die gibt es hier nicht.

Unser Einkaufsbummel endet mal wieder in einem Baumarkt. Uwe ist auf der Suche nach Akkuschrauber und Poliermaschine, die mit 120 Volt betrieben werden können,  aber leider ist die Auswahl da nicht so groß. Eine nette Verkäuferin möchte uns eine Mail oder WhatsApp schreiben, wenn sie Makita-Geräte für 120 Volt bestellen kann. Tja, es gibt halt nicht überall Amazon ;-).

Bei einem kleinen Snack in der Rodney Bay mit John haben wir uns zunächst mal gestärkt. John ist Rumäne, Zahntechniker und 69 Jahre alt. Er lebt ohne Familie auf St. Lucia und investiert hier angeblich viel Geld in diversen Geschäften. Er hat auch schon zwei Finanzbücher geschrieben, die er uns im Internet gezeigt hat. Wir hoffen noch auf weitere Bekanntschaften, die uns auch bei unseren Bootssthemen gute Tips geben können. Tim aus den USA hat uns auch schon bei den Zubehörhändlern weitergeholfen. Er musste non-stop von Südafrika hier in die Karibik segeln, da wegen Corona kein Land auf dem Weg für ihn offen war.

Nach so einem anstrendenden Tag freuen wir uns auf unseren Pool, der wirklich Gold wert ist. Die Sonne hat zwar heute nicht so viel geschienen, aber es ist trotzdem sehr heiß und feucht. Der Blick aus dem Pool auf den Sonnenuntergang im Meer war mal wieder spektakulär.